Behandlung und Pflege

Laientätowierung nach einmaligem Beschuss. Die aufgehellten Flächen stellen die Laserspots dar.

Bitte beachten Sie!

Die zu behandelnde Hautfläche sollte ca. eine Woche VOR der Laserbehandlung keiner Sonnen- oder UV-Bestrahlung ausgesetzt werden. Also auch keine Sonnenbank. Falls doch, die zu behandelnde Stelle abdecken. Die bei der Besonnung entstehenden Hautpigmente würden die gewünschte zielsichere Zerstörung der Farbpigmente der Tätowierung verhindern.
Auch nach der Behandlung muß die Hautstelle vor UV-Strahlung geschützt werden.

Der Laser bricht durch kurzwellige, energiereiche Impulse das in der Haut eingelagerte Farbpigment der Tätowierung auf, sodaß es vom körpereigenen Immunsystem wieder abtransportiert werden kann.
Die einzelnen Lichtblitze des Lasers fühlen sich ähnlich an wie das Auftreffen von kleinen heißen Fettspritzern auf der Haut. Auf einer Schmerzskala von 0 - 10 kreuzen die meisten Patienten Bereiche zwischen 0 - 3 an. Laut fast einhelliger Aussage ist eine Tätowierung schmerzhafter.
Von daher lehnen wir eine subkutane Betäubung ab. Bei erhöhter Schmerzempfindlichkeit können wir vor der Behandlung ein lokales Anästhetikum auf die Haut auftragen.

Nach der Behandlung ist die Haut gerötet und zum Teil geschwollen. Hier kann eine Kühlung Linderung verschaffen. Nach ca. 2-3 Wochen kann eine Kruste entstehen, ähnlich wie nach einem leichten Sonnenbrand. Ein leichtes Jucken der behandelten Hautfläche ist ein Zeichen für die Abheilung der Wunde. Es darf nicht gekratzt werden, sonst besteht die Gefahr einer Narbenbildung. Nach ein paar Tagen fällt die Kruste ab und es bildet sich eine neue Hautschicht.
Während des Heilungsprozesses wird eine Wund bzw. Heilsalbe aufgetragen, z.B. Bepanthen. Beim Abtrocknen nach dem Duschen sollten man die Hautstelle nur vorsichtig abtupfen. Es sollte auch unbedingt direkte Sonneneinstrahlung auf die behandelte Hautfläche vermieden werden. Gegebenenfalls Sunblocker oder Abdeckungen verwenden.

Wie viele Behandlungen sind notwendig?

Für das Entfernen bzw. Aufhellen von Tätowierungen werden mehrere Sitzungen erforderlich sein. Unverbindlich kann gesagt werden, daß ein tätowiertes Hautareal sechs bis acht Mal behandelt werden muß, abhängig von der Reaktion des jeweiligen Organismus und dem gewünschten Effekt: Aufhellung oder vollständige Entfernung des Tattoos.

Abstand zwischen den Behandlungen?

Generell sollten zwischen der ersten und zweiten Behandlung 6 - 8 Wochen vergehen, um der Haut Zeit zur Abheilung zu geben.

Wie lange dauert eine Laserbehandlung?

Die Dauer einer Behandlung hängt von der Größe des zu behandelnden Hautareals ab. Erfahrungswerte haben gezeigt, daß die Behandlung zwischen zehn und zwanzig Minuten dauern, 20 Minuten sollten jedoch nicht überschritten werden.

Können alle Farben der Tätowierung entfernt werden?

Der Laser arbeitet bei dunklen Farben wie schwarz und blau sehr gut, auch bei helleren Farben wie rot und grün werden gute Ergebnisse erzielt. Weiß und gelb sind schwieriger zu behandeln, doch auch bei diesen hellen Farbtönen kann nach einigen Sitzungen eine Aufhellung erzielt werden.
Generell ist eine Prognose relativ schwierig, da weder die Patienten noch wir, genau wissen welche Stoffe sich in den Farben befinden, bzw. in welcher Tiefe diese gestochen wurden. Gerade bei Laientätowierungen ist eine Vorhersage extrem schwierig. In Ausnahmefällen kann es sogar zu einem Farbumschlag kommen